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gefeiert, gemacht

Dezember II

26.12.09 | 1 Comment

Der Dezember, das Jahr neigt sich dem Ende. Ich habe Weihnachten heuer etwas getrotzt, nachdem sich meine Eltern inkl. meiner Schwester dazu entschlossen haben, sich über die Feiertage südlich abzusetzen und bei meinen Großeltern in Italien zu feiern. Da ich weder Bock hatte, länger als 48 Stunden ziemlich unausweichlich mit meinen Eltern zu verbringen (nur als Anmerkung: Wir haben ein durchaus gutes Verhältnis, aber man muss auch die besten Verhältnisse nicht überstrapazieren), noch in den Genuss eines Hauses mit nur einem einzig vernünftig beheizbaren Raum zu kommen (was bei alten italienischen Häusern nicht unüblich ist), habe ich mich also dazu entschlossen hier zu bleiben und meine Leutz mal schön alleine fahren zu lassen. Toll fand ich das alles natürlich trotzdem nicht, aber auf diese Weise konnte ich mir zumindest die Ignoranz erlauben, bis 24. Dezember kein einziges Geschenk besorgt haben zu müssen.

Weihnachten wurde dann doch cooler, als angenommen. Ich ging ja schon von latent bis mittelschweren depressiven Verstimmungen aus. So ohne Eltern zu feiern, ist halt doch nicht das selbe. Aber dann kam alles doch irgendwie anders: Ich habe mich wirklich sehr über ein paar Grüße via Post und Mail gefreut; eine kleine Handvoll lieber Leute, die an mich gedacht hatten. Außerdem war es bei meinem Onkel und seiner Familie, wo ich schließlich zum Essen war, durchaus lustig. Gegen 9 bin ich dann trotzdem ab. T, mein Lieblings-Türke und Muslim, der auf Weihnachten einen feuchten Furz gibt, und A aus dem fernen Morgenland Osten kamen schließlich noch vorbei und ich glaube, der Abend in dieser Form war für mich das größte Weihnachtsgeschenk (neben der Eieruhr in Marienkäferform, lila!).

Und jetzt? Ich habe frei bis 6. Januar und werde die Rest-Woche von zu Hause aus arbeiten, was ich mehr als angenehm finde. Ich habe mir diverse Listen angelegt mit Sachen, die ich machen, Leute die ich sehen, und Dingen, die ich besorgen möchte. Bisher kam davon noch nicht viel zum Einsatz und ich verbringe meine freie Zeit vor allem auf meinem Sofa, allein, irgendwelche Serien schauend, telefonierend oder lesend. Ich habe dabei wirklich das Gefühl mal wieder richtig Kraft zu tanken.

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