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gefreut, gemacht

[Frei]-Bad

30.06.10 | 1 Comment

Früh ab von Arbeit. Kurz nach Vier daheim. Bikini, Handtuch, Zeitung gepackt und ins Freibad. Das erste Mal in diesem Jahr.

Freibad. Das Gefühl, wenn ich es betrete wird sich wahrscheinlich immer anfühlen wie damals mit 15. Wahrscheinlich, weil es – egal wo, egal wann über die Jahre hinweg – immer das selbe Ritual war. Pummelige Kinder, köpfende Typen, sonnenanbetende alte Säcke in irgendwie immer zu kurzen Badehosen. Dicke Bademeister wachen über das Nicht-Einspringen vom Beckenrand. Der Geruch nach Pommes und Kokosöl und Chlor, manchmal ein bisschen nach Gras.

Und dann ist Sommer. Die Tage sind jetzt die längsten des Jahres und sie fühlen sich besonders an, obwohl eigentlich gerade gar nichts Besonderes passiert. Ich schwimme mir den Kopf frei, döse, bis die Sonne aus meinem Sichtfeld verschwindet und die Wärme auf der Haut verschwindet. Auf dem Nachhauseweg lasse ich meine Haare beim Radfahren vom Fahrtwind fönen. Bis ich die Haustüre aufsperre sind sie trocken und das frisch-geduscht-Gefühl schon wieder passé. Egal. Das ist Sommer. Und es ist besonders.

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