Archive for the 'Un peu de blabla' Category

Interviews, Pizza und Verpeiler sind geiler Part II

Also, mein neues Thema der Magisterarbeit steht: Lebenswelten und Zukunftsperspektiven von Hauptschulabsolventinnen mit Migrationshintergrund. Meinen Interview-Pretest habe ich letzte Woche absolviert, nachdem ich im Selbststudium noch einen (Zusatz-)Crashkurs zu Qualitativen Forschungsmethoden hinter mich gebracht habe (und puh, Gott sei Dank war ich in dem Methoden-Seminar!). Ich hab weitestgehend versucht mich an die 1000 Do’s und Don’t der Interviewführung zu halten, was gar nicht so leicht ist: Nicht ins Wort fallen, Empathie, aber keine Wertung, zuhören, nicht am Leitfaden festklammern, aber irgendwie doch zum Punkt kommen, aufmerksam zuhören und nebenbei die richtige Fragestellung beachten und und und. Gar nicht so leicht wie es vielleicht klingen mag, aber insgesamt war ich zufrieden. Gestern hab ich dann auch mein erster richtiges Interview mit A. geführt und gleich schon ein paar spannende Inhalte erfahren: Von den “eigenen Regeln” der Türken im Gegensatz zu den Deutschen, von Zukunftsängsten und einem Paradebeispiel transkulturellen Lebens (A. hat im Mooment den türkischen Pass, möchte mit 18 Deutsche werden, aber auf der anderen Seite würde sie auch gerne zurück in die Türkei, wo allerdings nie gelebt hat). Auf jeden Fall alles sehr sehr spannend!

Im Moment bin ich am Transkribieren, aber ich bin mir irgendwie nicht so sicher, ob das alles so stimmt, denn leider gibt es an dieser Universität ganze zwei nicht ausleihbare Bücher zur Transkription, die ich mir aber irgendwie und irgendwoher doch noch besorgen muss. Außerdem bin ich ja aus dem Seminar früher rausgerannt, als es ans Eingemachte, sprich: Wie interpretiere ich ein Interview?, geht. Hm. Scheisse. Zumindest stärkt der Rest Pizza von gestern - die liebe Anna hat nämlich gestern Gebusrtatg gefeiert und ins Oggi, dem Restaurant, wo der Claudio seit neuestem arbeitet geladen. Ohne Scheiss, ich hab gerade mal eine halbe Pizza geschafft, die Dinger sind gigantisch, aber dafür bin ich heute Mittag auch noch gut versorgt! Auf jeden Fall war es verdammt schön mal wieder alle beisammen zu haben!

Zu guter letzt noch Part zwo von Verpeiler sind geiler: Am Tag nach der Seminar-Geschichte steh ich in der Dusche, wasch ich mir die Haare mit Duschgel und wundere mich dann, dass das “Shampoo” heute so anders riecht… Sollte ich mir langsam mal Gedanken machen???

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Das deutsche Osterfest

Heute ein kleines lustiges Geschichtchen aus meiner Arbeit, der Kulturbrücke, wo ich, wie so manchem vielleicht bekannt ist, Mädchen mit Migrationshintergrund auf ihren Quali vorbereite. Am Ende der Stunde spiele ich mit den Mädels ganz gern zum Abschluss noch ein Spielchen, meistens Fremdwörter-Tabu. Wir haben dann also zwei Gruppen, eine ist am erklären, das andere Team soll das Fremdwort erraten. Alles klar? Okay, dann können wir ja loslegen; das Fremdwort ist “Proteine”. Eine meiner Schülerinnen versucht also über das Wort “Eier” die anderen auf den Begriff zu bringen:
Mädchen A: Was machen die Deutschen zu Ostern?
Mädchen B: Eier legen!
Hach, sind sie nicht zucker?! ;)

In diesem Sinne schon mal frohe Ostern!

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