Archive for June, 2007

Keine gute Woche…

… nein, wirklich nicht. Meine Magisterarbeit droht(e???) sich in Luft aufzulösen, im Moment ist wieder alles möglich und hängt zugleich doch wieder am seidenen Faden. Also fühle ich mich furchtbar, zerbreche mir den Kopf, träume wirres Zeug und mache mich an Plan B, um schließlich doch wieder bei Adam und Eva zu landen.

Außerdem waren viele Leute unfreundlich: 1. Der Schulleiter, der mir bezüglich meiner Magisterarbeit praktisch nicht entgegenkommt und mich mit Nicht-Beachtung straft, 2. mein Prof, der mich am Mittwoch, zu unserem Termin, den wir keine 24 Stunden vorher vereinbart hatten, versetzt hat (was in keinster Weise zu meiner guten Laune beigetragen hat), 3. die blöde Frau aus der Cafete in der Hauptbib, die es ernsthaft nicht geschissen kriegt mir eine Gabel zu geben, wenn ich mir meinen blöden Salat selbst mitbringe. Das können sie leider nicht, nein.

Einzige wirklich gute Nachricht: Meine Sommerkurse kommen zustande; ich hab 10 Anmeldungen und freue mich wirklich sehr!

Außerdem an dieser Stelle ein paar ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ für meinen besten Freund, der sich den ganzen Mist schon im Verlauf der Woche mit einer Engelsgeduld angehört hat. Ärger du dich auch nicht, die Zeit wird vieles richten…

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Neues Brushset

Seit über einem Jahr gibt es mal wieder ein neues Brushset von mir. Es handelt sich um 23 blumige Brushes für Photoshop CS, die in ziemlich guter Qualität sind. Runterladen lohnt sich also ;)

Mehr Brushes und anderen Stuff findet ihr übrigens auf meinem deviantART-Account.

Viel Spaß damit!

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… und was macht man dann damit?

Als Geisteswissenschaftler darf man sich ständig diese scheiss Frage anhören, was man denn mit seiner goldenen Fächerkombination (beispielsweise ein Mix aus Soziologie, Geschichte, Philosophie, Kultur- oder Sprachwissenschaft, Pädagogik usw.) anstellen soll. Eigentlich bin ich immer ein großer Optimist diesbezüglich gewesen, gemäß dem Motto: Wem sein Fach gefällt, der ist automatisch gut in seinem Metier und findet natürlich auch einen Job! Gestern Abend hab ich mich auf die Suche gemacht und habe ehrlichgesagt schon ein bisschen geschluckt. Ich habe auf sämtlichen Online-Jobbörsen NICHTS gefunden, was auch nur ansatzweise auf mein Profil oder meine Interessen zugeschnitten gewesen wäre. Halt, stop, eine Ausnahme gab es doch und das ist das Dokdorandenprogramm des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, wo man an einem beliebigen Institut promovieren kann und in Teilzeit beim BAMF arbeitet. Leider sind die weniger auf pädagogische Fragen ausgerichtet und momentan suchen sie wohl auch niemand, also war die Euphorie also wieder etwas eingedämmt, aber wer weiß schon was in einem Jahr ist… Ich bin echt am überlegen, ob ich irgendwo noch ein schwachsinniges Praktikum machen soll, aber ehrlichgesagt hab ich weder große Lust für praktisch Null Entlohnung Kaffee zu kochen, noch hab ich besonders viel Zeit, da meine Magisterarbeit vorangehen muss und die Prüfungen ja auch vorbereitet werden müssen. Im Moment hänge ich also ein bisschen in der Luft: Einerseits denke ich eigentlich schon, dass ich ganz gute Referenzen hab - ich kenne ein paar Leute in der “Migrationsszene” oder wie man das auch immer nennen will, habe in diverse Jobs in dem Bereich hineingeschnuppert und bin auch sonst ganz engagiert, wie ich finde. Anderseits ist nirgends Geld da und niemand scheint nach Leuten wie mir zu suchen. Ach, ich weiß auch nicht. Vielleicht sollte ich mir diese Probleme aber auch erst dann machen, wenn sie wirklich anstehen. Ein gutes Jahr werde ich ja wohl noch eingeschrieben sein, an meiner schönen Uni.

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Mission Migration

Wow, ich werde langsam professionell oder so. Jedenfalls wurde ich doppelt eingeladen, und zwar von der AWO Kulturbrücke und von Anke Kruse, der Integrationsbeauftragten der Stadt Fürth selbst - für beide arbeite ich schließlich, um an der Fachtagung “Die Lebenswelt Fürther Migrantinnen und Migranten heute und im Jahr 2020″ teilzunehmen. Es war auch ziemlich interessant muss ich sagen. Zuerst gab es ein paar Faken und Daten über Fürth, die eigentlich jedem klar werden lassen müssten, dass man im pädagogisch-sozialen Bereich einfach nicht mehr an dem Thema vorbei kommt und was mich angesichte der Problematik, die in dem Feld nach wie vor vorherrscht einfach nur wundern lässt, dass weiter Stellen gestrichen und Gelder gekürzt werden. Aber auch hier denkt die Politik wahrscheinlich einfach zu kurzfristig… (weitere Kommentare diesbezüglich spar ich mir jetzt mal). Danach gab es einen, wie ich finde nicht ganz so gelungenen Vortrag von einem Prof der FS Frankfurt, im Anschluss aber einen wirklich klasse Einblick in die Vermittlung von Interkultureller Kompetenz durch die InkulTra. Das Schöne war, dass es wirklich gar nicht theoretisch war, sondern man wirklich mal sein eigenes Verhalten anhand eines Spielchens prüfen konnte. Das lief so ab: Wir waren ca. 20 Teilnehmer im Workshop, von denen drei Freiwillige vor die Tür sind. Während diese draußen waren wurde mit dem Rest ein Vorstellungs-Ball-Spielchen gespielt, das auch ein spezielles System hatte. Ein bisschen komplizierer - und chaotischer - wurde es dann auch, da mehrere Bälle eingesetzt wurden und wir Plätze wechseln mussten. Das aber nur am Rande, das eigentlich Wichtige war nämlich, dass, als wir ganz vertieft waren, die drei anderen wieder in den Raum geschickt haben. Es war echt krass, weil die Leute 1. ewig nicht beachtet wurden, 2. kaum Anstalten gemacht wurde sie in das Spiel einzubeziehen oder ihnen die Regeln zu erklären und sie 3. mehr oder minder als Störer empfunden wurden. Anderseits kamen sie sich natürlich ausgschlossen und ignoriert vor, hatten keinen Plan, was das alles sollte und waren auch verstört, dass anfangs wirklich niemand so richtig auf sie reagierte, was sich bei einem richtige Ablehnung gegen die Gruppe bemerkbar gemacht wurde und er auch gar keinen Bock mehr auf das Spielchen und die Leute hatte. Vielleicht klingt das Spielchen ein bisschen albern, aber ich finde das hat sehr gut die eigene Haltung gegenüber Neuen dargestellt und die Möglichkeit gegeben das eigene Verhalten zu reflektieren, wenn man meint “in seinem System” gestört zu werden. Insgesamt also wirklich ein interessanter Tag, den ich heute Abend bei der Steffi, die zum Essen lädt, sicher gut ausklingen lassen kann :)

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Eigentlich…

… habe ich mir gedacht, dass ich mal einen Eintrag über das Deutsche Bildungssystem schreiben könnte und nebenbei auch mal meinen Eindruck über sehr viele Lehrämtler loswerden kann, aber nachdem ich den Aless-Bereich auf der Page heute ziemlich erweitert habe schenke ich mir das heute. Ansonsten bin ich faul, mir ist warm und ich bin lustlos in Bezug auf alles, was nach Arbeit aussieht. Vom Haushalt bis zur Uni. Was’n Scheiss.

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Ich bin müde…

Und das hat diverse Gründe:
Paolo Nutini - These StreetsZum einen war ich gestern mit Jürgen im München, beim Konzert von Paolo Nutini. Es war verdammt geil, ich kann jedem nur sein Album ans Herz legen, die Musik ist einfach nur der Hammer! Leider kamen wir aber auch ziemlich spät wieder im Frankenland an und heute Morgen, als um 7.30 Uhr der Wecker klingelte hab ich ganz schön geguckt! Um 9 musste ich nämlich schon wieder bei meinen Quali-Crashkursen sein, die ich diese Woche gegeben habe (und die mich auch ziemlich ermüdet haben…).

Zum anderen die Arbeit. Viel Arbeit, viel unterschiedliche, zum Teil richtige Scheiss-Arbeit! Am Lehrstuhl mache ich zum Beispiel derzeit nur stupiden Schwachsinn - Copy & Paste, nichts als Copy & Paste für die Abschlussberichte von vier Jahren Forschung von knapp 50 Schulen. Nicht als Tabellen formatieren, mich über andere ärgern, Bücher kopieren, in die Bib rennen, mich noch mehr ärgern usw. usw. und dann wieder von vorn. Ja, ehrlich, ich bin froh, wenn im August Schluss damit ist!

Die beiden Homepages für tiergestützte Therapie, die ich gerade erstelle und betreue, fressen schon auch so ihre Zeit und ein bisschen unglücklich bin ich auch, weil ich die eine Seite leider vom Design her ähnlich der Institutspage der Pädagogen werden soll. Das ist Anweisung vom “Chef” (= der Prof) und wer dem Link mal gefolgt ist, der weiß Bescheid, warum ich ein bisschen Bauchschmerzen bekomme, wenn ich auf die von mir erstellte Seite gehe. Designtechnisch stehe ich da nicht unbedingt dahinter, aber ich folge nur dem Wunsch der Auftraggeber… ^^

Dann bin ich weiter am Organisieren der Sommerkurse, was ehrlichgesagt größerer Aufwand ist als gedacht: Schulen kontaktieren, sich ein Anmeldesystem überlegen, Anschreiben verfassen, Anmeldebögen kopieren, das Zeug zu den Schulen bringen, abholen etc. Das klingt alles nach nicht viel, aber in der Summe kommt eben doch einiges zusammen.

Nun ja, und ganz nebenbei studiere ich irgendwie ja auch noch, darf mich weiterer zwei Jobs, über die ich mich ja hier nicht mal auslasse, erfreuen, versuche eigentlich was für die Magisterarbeit zu tun, bete, dass ich alle Genehmigungen für meine Fragebogenaktion bekomme und sollte daheim auch mal wieder durchputzen oder Unterlagen sortieren.

Aber genug gejammert! Heute Nachmittag habe ich mir nach vier Stunden Kurs ein Nickerchen gegönnt, habe noch drei Stunden für den Lehrstuhl und an den Homepages gearbeitet und schließlich beschlossen, dass jetzt, um 21 Uhr Feierabend ist.

PS: Ganz am Rande - wie ihr seht hab ich (im Anfall von vor-dem-Lernen-drücken) ein neues Design erstellt. Ich hoffe es gefällt euch :)

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