Archive for July, 2007

Alleine wohnen für Anfänger

Ab sofort hüte ich Heim und Kater meiner Eltern, die für drei Wochen in Sardinien sind. Das ist eigentlich nicht verkehrt, weil ich auf diese Weise einen Garten zur Verfügung habe, mir der Kater die Füße zum Einschlafen wärmt, ich mal wieder Klavier spielen kann usw. Heute wollte ist also einkaufen gehen. Schon beim Hinausgehen hatte ich irgendein komisches Gefühl und als die Tür ins Schloss fiel wurde mir irgendwie ganz komisch, aber ich hatte ja alles dabei, was man so zum Einkaufen braucht: Geld, Tüte, Schlüssel. Also geh ich in Lidl, kauf mein Zeug, packs in die Tüte und steh mit falschem Schlüssel vor der Tür. Ich hatte meinen Haustürschlüssel mitgenommen und nicht den meiner Eltern (nein, kommt gar nicht erst auf die Idee zu fragen ob irgendwer einen Ersatzschlüssel gehabt hätte!). Ganz toll. Naja, das End vom Lied war, dass mich der Mann vom Schlüsseldienst um 35€ berappt hat und ich mir in den Arsch beisse.

PS. Ich hatte ersthaft überlegt die Überschrift Verpeiler sind geiler Part III zu nennen, aber umso mehr ich darüber schreibe, was mir manchmal so komisches widerfährt, umso mehr hab ich den Eindruck, dass mir tatsächlich was seltsames passiert.

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Wie Kaugummi.

Die letzten Tage, sprich die ersten der Semesterferien, ziehen sich, was vielleicht daran liegt, dass ich warte. Vergebens, wie es mir scheint.

Das Schlimme ist, dass mir neben dem Warten nichts besonders sinnvolles einfällt ich mich zu nichts sinnvollem aufraffen kann, weil das Sinnvolle, nämlich die Auswertung meiner Interviews erst dann stattfinden kann, wenn sie geführt wurden. Die Durchführung widerum klappt in der Regel unglücklicherweise schlecht, findet das Interview nicht statt, weil ich versetzt werde. Nun, ich glaube mittlerweilen, ich bin prädestiniert dazu bzgl. meiner Magisterarbeit versetzt zu werden; bevorzugt von meinem Prof oder meinen Probandinnen. Nunja, morgen und Montag klappt´s ja vielleicht und dann schau’mer mal.

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Interviews, Pizza und Verpeiler sind geiler Part II

Also, mein neues Thema der Magisterarbeit steht: Lebenswelten und Zukunftsperspektiven von Hauptschulabsolventinnen mit Migrationshintergrund. Meinen Interview-Pretest habe ich letzte Woche absolviert, nachdem ich im Selbststudium noch einen (Zusatz-)Crashkurs zu Qualitativen Forschungsmethoden hinter mich gebracht habe (und puh, Gott sei Dank war ich in dem Methoden-Seminar!). Ich hab weitestgehend versucht mich an die 1000 Do’s und Don’t der Interviewführung zu halten, was gar nicht so leicht ist: Nicht ins Wort fallen, Empathie, aber keine Wertung, zuhören, nicht am Leitfaden festklammern, aber irgendwie doch zum Punkt kommen, aufmerksam zuhören und nebenbei die richtige Fragestellung beachten und und und. Gar nicht so leicht wie es vielleicht klingen mag, aber insgesamt war ich zufrieden. Gestern hab ich dann auch mein erster richtiges Interview mit A. geführt und gleich schon ein paar spannende Inhalte erfahren: Von den “eigenen Regeln” der Türken im Gegensatz zu den Deutschen, von Zukunftsängsten und einem Paradebeispiel transkulturellen Lebens (A. hat im Mooment den türkischen Pass, möchte mit 18 Deutsche werden, aber auf der anderen Seite würde sie auch gerne zurück in die Türkei, wo allerdings nie gelebt hat). Auf jeden Fall alles sehr sehr spannend!

Im Moment bin ich am Transkribieren, aber ich bin mir irgendwie nicht so sicher, ob das alles so stimmt, denn leider gibt es an dieser Universität ganze zwei nicht ausleihbare Bücher zur Transkription, die ich mir aber irgendwie und irgendwoher doch noch besorgen muss. Außerdem bin ich ja aus dem Seminar früher rausgerannt, als es ans Eingemachte, sprich: Wie interpretiere ich ein Interview?, geht. Hm. Scheisse. Zumindest stärkt der Rest Pizza von gestern - die liebe Anna hat nämlich gestern Gebusrtatg gefeiert und ins Oggi, dem Restaurant, wo der Claudio seit neuestem arbeitet geladen. Ohne Scheiss, ich hab gerade mal eine halbe Pizza geschafft, die Dinger sind gigantisch, aber dafür bin ich heute Mittag auch noch gut versorgt! Auf jeden Fall war es verdammt schön mal wieder alle beisammen zu haben!

Zu guter letzt noch Part zwo von Verpeiler sind geiler: Am Tag nach der Seminar-Geschichte steh ich in der Dusche, wasch ich mir die Haare mit Duschgel und wundere mich dann, dass das “Shampoo” heute so anders riecht… Sollte ich mir langsam mal Gedanken machen???

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Verpeiler sind geiler (oder so)

Nachdem ich, wie manche Insider wissen, erst an Pfingsten das Zählen bis drei richtig gelernt habe, war gestern die Uhrzeit dran.

Ich hatte Seminar, vier Stunden, von 16 bis 20 Uhr, bei Liebau und Zirfas und es war eigentlich sehr interessant. Es ging um qualitative Forschungsmethoden und zwei Mädels, die mithilfe eines Puppenspiels Kindergartenkinder interviewt haben. Wirklich lustig, wir hatten Tonbanndaufnahmen und Scheiss und Zeug und wir haben viel gelacht! Um 17.30 Uhr haben wir Pause gemacht, ich war mit Fabi n Snack holen und dann zurück. Mit Jürgen hatte ich ausgemacht, dass er mich nach dem Seminar an der Phil Fak abholt, weshalb ich schon echt Hummeln im Arsch hatte, weil Liebau und Zirfas noch ewig rumquatschen was wir denn aus dem Interview jetzt rausziehen können und üpt die Ruhe weg hatten. Gut, dachte ich mir, gib ihnen noch 5 Minuten zum Überziehen, dann hauste ab. Vorher noch eine kurze Beschwerde meinerseits in die hinteren Reihen, was die denn eigentlich noch rumlabern, woraufhin die Kommilitonin neben mir meinte es sei wahrscheinlich halt grad so ergiebig und dann noch demonstrativ gähnte. Nun gut, ich also raus aus der Phil Fak, einmal drumrumgerannt - kein Jürgen da! Ich greif stinkig zum Handy, wo er denn sei?! Und was war mit Jürgen? Der arme war ganz perplex was ich eigentlich will, es ist 19 Uhr und wir wollten uns doch erst in einer Stunde - wenn das Seminar aus ist - treffen!

Fazit: Ich bin früher aus einem interessanten Seminar gerannt und hab mich noch eine Stunde in Erlangen rumgedrückt bis ich den Jürgen dann getroffen hab. Manchmal überrasch ich mich wirklich selbst!

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Gehe nicht über LOS, ziehe keine Befragungsergebnisse ein!

Blablabla, ich weiß, ich weiß. Ich kann von nichts anderem mehr daherlabern, als von der Magisterarbeit, der Bitch. Ich hab noch keine einzige Zeile geschrieben und bin schon extrems angepisst! Nach dem heutigen Telefonat mit dem KM hab ich mir die Befragung am Sigena nämlich abgeschminkt. Die ist, so das KM, nämlich nicht so unbedingt von pädagogisch-wissenschaftlichem Interesse, weil ich ja nur eine Schule befrage. Das ist nicht wirklich repräsentativ und somit behindert das nur den Schulbetrieb. Der Antrag ist zwar noch nicht ganz durch, aber wenn die schon so reden… Auf jeden Fall hab ich beschlossen, dass ich nun vollständig Plan B verfolge, alles andere verschwendet meine Zeit!

Plan B lautet im Konkreten Die Evaluation der Bildungserfahrung und Zukunftsperskpektiven von Hauptschuabsolventinnen mit Migrationshintergrund. Ich habe ja auch in diesem Schuljahr wieder einige Mädels auf den Quali vorbereitet. Die meisten waren Türkinnen, aber insgesamt wäre ich nicht nur auf diese fokussiert, sondern hätte z.B. auch Zugang zu Mädchen aus dem Irak oder Palästina (die auch noch nicht so lange hier in Deutschland sind). Die Mädchen, so um die fünf Stück sollten es sein, würde ich dann interviewen. Über den Leitfaden hab ich mir heute schon so meine Gedanken gemacht. Er ist noch nicht ausgereift, aber so in etwa stelle ich mir das vor. Ein Zusatzfragebogen im Anschluss soll noch ein paar grobe Geschichten abdecken. Danach gibt’s ein Postscriptum, das ich anfertige, um noch mal den Interviewablauf zu kommentieren (jaaa, das alles hab ich schön in meinem Methodenseminar gelernt!). Ich würde mich übrigens sehr über Anmerkungen und Kommentare zum Leitfaden freuen!

Außerdem habe ich mir überlegt noch ein bis zwei Experteninterviews durchzuführen; beispielsweise mit Leuten von der Kulturbrücke, die ja auch Bewerungsberatungen für die Mädchen angeboten haben. Andenken könnte ich auch mit den Leuten der Integrationsberatung der Stadt Fürth, die ja auch in Schulen gehen und sich vor allem auch mit der Datenlage in Fürth gut auskennen ein Pläuschchen zu führen. Die Interviews habe ich aber noch nicht ausgearbeitet.

Nun denn, dann hoff ich mal, dass Runde zwei besser startet ;)

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