Heute fängt die Schule an!

Naja, nicht wirklich, aber zumindest beginnen meine Qualikurse für das kommende Halbjahr. Heute geht’s mit Mathe los. Wer mal gucken will ob er den Anforderungen der 9. Klasse gewachsen ist kann gerne mal meinen pädagogisch wertvollen Mathe-Grundwissentest machen ;) Ich freue mich wirklich, dass es eine so große Resonanz gibt, da die Kurse ja nicht mehr aus den sozialen Geldtöpfen finanziert werden können (man könnte ja mal zur Abwechslung das Geld dort investieren, wo es sinnvoll wäre und immerzu fehlt, nämlich in die Bildung). Im Klartext bedeutet das aber, dass die Eltern dafür aufkommen “müssen” (was sich natürlich nicht alle so einfach leisten können), wollen sie ihren Kindern eine Unterstützung für die Vorbereitung auf den Abschluss geben.

Der Schule gelingt diese Aufgabe anscheinend nicht besonders gut, es war keine Seltenheit, dass ich kurz vor dem Quali mit Schülern rede, die einzig und allein in den Vorbereitungskursen – egal ob nun in der Kulturbrücke oder in den Ferienkursen über die Stadt – mal eine Qualiaufgabe geübt haben. Ich hatte Schüler, die mir erzählt haben, dass sie in den gerade mal fünf Wochen Intensivkurs in den Schulferien mehr gelernt und aufgeholt hätten als in der regulären Schule. Dass da irgendwas falsch läuft liegt auf der Hand. Und wenn ich dann diese gelangweilten Lehramtsstudenten in den Seminaren sehe, die sich über den einen Sitzsschein Pädagogik beschweren, die Lehrer werden wollen, weil sie in Englisch oder Deutsch oder was weiß ich so gut in der Schule waren aber eben mit einem Magister in Anglistik nichts anzufangen wissen, die ernsthaft behaupten, dass die ganze Pädagogik und Psychologie ihnen am Arsch vorbei geht, dann kriegt ich einfach nur das kotzen. Ich will nicht verallgemeinern, aber bis jetzt war die Mehrheit der Lehrämtler, die ich bis jetzt getroffen habe von diesem Typus, der “jetzt schon Horror vor den Kindern hat” (nein, das ist nicht erfunden und das Mädel war damals im 1. Semester!) und sich scheinbar nur auf die sechs Wochen Sommerferien freut. Ich finde das echt traurig, weil das genau die Lehrer werden, wie ich so viele davon hatte. Die keinen Bock auf gar nichts mehr hatten und nur noch ihren Scheiß das 1000ste Mal vorgekaut haben. Ich kann doch kein Lehrer werden wollen, weil ich Mathe so toll finde! Ist doch klar, dass mich das frustrieren wird, weil ich mich im Studium durch die abstrakteste Mathematik gewurschtelt hab und dann das höchste der Gefühle sein wird großteils gelangweilten 17jährigen ein bisschen Würfel-und-Urnen-Stochastik beizubringen. Ist klar, dass viele überfordert sein werden, weil sie keinen Plan von Didaktik haben und total überfordert sind, wenn mal ein Kind ankommt, das Bulimie hat, sich ritzt oder einfach nur aus dem Ausland kommt und sein Kopftuch aufbehalten möchte. Darauf wird kaum ein (Gymnasial-)Lehrer anständig vorbereitet und dass der Frust dann – vor allem noch bei so einer Einstellung zu Jugendlichen und zum Unterrichten – vorprogrammiert ist, wundert mich kaum. Letztendlich sind die Leidtragenden aber die Schüler und wenn ich mir in den Qualikursen, um wieder zum Thema zu kommen, anschaue wie viele Leute mit so viel Potential auf der Hauptschule vor sich hin gammeln und nicht gefördert werden und auf der anderen Seite Schüler nicht mal anständig lesen und schreiben können, dann hoffe ich wirklich, dass sich auf bildungspolitischer Ebene endlich mal was tut.

© Foto: Dave Gilbert

12 Comments so far

  1. beta October 8th, 2007 13:33

    Oo sowas weiß man echt in der 9?

    aber das stimmt wirklich, einige lehrer haben wirklich keine lust an ihren beruf, ich hatte mal einen mathe-lehrer, der immer meinte, er hätte in die freie wirtschaft gehen sollen - ich habe da immernur gedacht, warum hast du das dann nicht gemacht ?!

  2. Sas October 9th, 2007 08:23

    ich glaube allerdings, dass das Problem schon in der Grundschule los geht. Bei der Beobachtung der dritten Klasse ist es mir einige Male durch und durch gegangen. Es ist mir nicht verständlich wie man einem 3. Klässler sagen kann “Bist du bescheuert” oder “Enttäusch mich nicht” oder Kinder so bloß stellen kann, weil sie eine falsche Antwort geben. Genau den Kindern wird der Spaß am Lernen von Anfang an genommen. Wieso sollten sie sich in der Schule wohlfühlen und gerne lernen, wenn es jeden Tag so abläuft ?

    Natürlich müsste bei der Einstellung von Lehrern auf ganz andere Dinge geachtet werden. Es dürfte nicht jeder Depp Lehrer werden. Aber allein, wenn ich an meine Schulzeit zurück denk: wie viele Lehrer waren nicht geeignet ? Wie viele hatten Machtkomplexe? Wie viele waren unfähig? Wie viele einfach nur sozial untragbar? Fakt ist: Der Lehrer entscheidet wies im Leben weitergeht. Wenn man nicht gemocht wird, dann hat man verratzt. Und das ist etwas was dringend geändert werden müsste. Das ein Mensch nicht über das Leben von anderen so dermaßen entscheiden kann.

    Hinzu kommt noch, dass der Stoff der vermittelt wird lächerlich unbrauchbar ist. Aber allgemein halte ich von staatlichen Schulen nichts. Wie auch von staatlichen Kindergärten…

  3. Aless October 9th, 2007 09:16

    Ich geb dir in allen Punkten voll und ganz recht, Sas. Der nächste Eintrag geht dann über die Schule als Institution an sich… ;)

    Und ich finde es unglaublich krass, dass es Lehrer ernsthaft bringen ihre Schüler zu fragen, ob sie bescheuert wären, wenn noch jemand Fremdes im Klassenzimmer sitzt!

  4. Mathegenie ;) October 9th, 2007 10:28

    Die Lösung zu Aufgabe 4 deines Grundwissentests ist übrigens falsch. 2m sind 200cm, nicht 2000.

  5. Aless October 9th, 2007 12:34

    Huch… :blush:

    Das war der Test-Fehler, ob ihr auch echt alle gut in Mathe seid ;)

  6. katrin October 9th, 2007 12:53

    als angehender lehrer mag ich das nicht so stehen lassen und ich hoff ihr redet da nicht von mir. und mir ist aufgefallen, dass sich grundsätzlich nur leute über lehrer aufregen, die selbst nicht lehrer werden wollen. haben nur die das recht dazu?
    klar, mir sind während meiner schulzeit auch einige exemplare über den weg gelaufen, von denen ich dachte “wieso DER?!”, aber hey, aus mir ist trotzdem was geworden. das gefühl, sich in der abhängigkeit des lehrers zu befinden, wird meines erachtens als viel zu stark wahrgenommen und den kindern von grund auf im elterhaus und der restlichen umgebung eingetrichtert. die kinder sehen nicht ein, dass sie FÜR SICH lernen und nicht für mama oder den herrn lehrer. DAS müsste das ziel sein, den kindern klarzumachen, dass wissen toll ist und dass man mit einem dreisatz richtig tolle sachen anstellen kann und dass das wissen der schlüssel zu noch mehr ist. mehr wissen, mehr geld… was auch immer. ich jedenfalls sehe DAS als meine aufgabe.
    ich hoff ihr pauschalisiert nicht und haltet auch die anderen lehrer - die, die euch motiviert und unterstützt haben - in erinnerung. aber über die kann man ja nix schlechtes erzählen, ne? ;-)

  7. Aless October 9th, 2007 13:07

    Ich hab den Beitrag nicht auf dich bezogen und ich will auch nicht abstreiten, dass es engagierte Lehrer gibt, denen ihr Beruf Spaß macht und die sich für ihre Schüler einsetzen. Ich bin auch der Meinung, dass Lehrer sein ein sehr anspruchsvoller und auch aufreibender Job ist.

    Trotzdem erschreckt es mich wirklich oft, mit was für einer Einstellung manche sich für Lehramt einschreiben. Es ist eine Sache ob im Laufe seiner Laufbahn im Beruf resigniert und vielleicht keinen Bock mehr hat oder ob man schon bevor man überhaupt damit angefangen hat zu unterrichten, mit einer Einstellung an die Sache gegangen ist, dass man nur den Kopf schütteln kann. Und dass die Lehrerausbildung in meinen Augen Unsinn ist, dafür könnt ihr auch nix ;)

  8. Sas October 9th, 2007 18:48

    Die Lehrer, die mein Leben positiv beeinflusst haben lassen sich in Bayern an einer Hand abzählen. Die komplette Schul-Laufbahn von meinem kleinen Bruder wurde durch eine unfähige, fette und machtgeile Tussi komplett kaputt gemacht. Denn diese Frau ist genauso mit meinem Bruder umgesprungen, wie die Lehrerin der Kiddies in der 3.. Daraufhin bekam er das Siegel “schwierig” und damit begann seine Lust auf Schule kontinuierlich zu sinken.
    Ich möchte auch nicht gerne an einen Ort, an dem ich ständig der Sündenbock für alles bin und dementsprechend vor anderen gedemütigt werde. (Hier lässt sich anmerken, dass das sicher fürs Leben prägt.)

    Wenn man Kindern, die nicht angepasst sind (also die Schnauze halten, ruhig sind/sitzen und keinerlei Kritik äußern) ständig abwertend entgegen kommt, sie bei falschen Antworten bloß stellt und sie ansonsten wie Dreck behandelt: wie sollen diese Kinder Spaß an der Schule haben?
    Und das ist auch ein Punkt: Die Vorbereitung auf schwierige Kinder wird nicht gegeben. Woher soll ein Lehrer wissen was ein ernstes Problem ist und was nicht, wenn er sich nicht selbst damit befasst? Aber auch das ist etwas, was vielen zu viel Arbeit ist. (Ansonsten würden wesentlich weniger Kinder im Alter von 8 Jahren Psychopharmaka bekommen, die ruhig stellen - aber leider auch süchtig machen können…)

    Die Schule hat nichts mit Bildung zu tun. Was du beigebracht bekommst lerst du für einen bestimmten Termin auswendig, kotzt das dann auf ein Blatt Papier und das wird dann bewertet. Das hat nichts mit Bildung zu tun und fördert ausschließlich die Fähigkeit Sachen auswendig zu lernen und für einen kurzen Zeitraum zu behalten. Im Langzeitgedächtnis bleibt sowas nicht. Und was vermittelt wurde wie beispielsweise der Aufbau eines Regenwurms oder die binomischen Formeln oder irgendwelche physikalischen Versuche braucht man nicht im Leben.

    Ein großes Problem bei Lehrern ist einfach auch die Eignung. Es geht ja nicht nur darum, dass man freundlich ist. Man muss genauso autoritär sein. Wenn man beides vereinbaren kann, dann ist es ideal. Aber ich muss ehrlich sagen, dass ich in meiner Studizeit wirklich nicht viele Leute erlebt habe, die beides verkörpern. Für viele Lehramtsstudies ist bereits der Weg von der Sozi Bib zum Kopierer eine Zumutung… und das sagt verdammt viel aus und kommt nicht selten vor.

    Und das ein Lehrer nicht über das Leben bestimmen kann, seh ich anders. Er darf benoten - unabhängig. Und Noten sind in unserer Gesellschaft entscheidend, mehr nicht (evtl noch connections). Es wird von Klein auf auf Rivalität getrimmt. “Sei der Beste, dann bekommst du Lob und Anerkennung” - das kann doch nicht der richtige Weg sein. Soziale Fähigkeiten verkommen immer mehr - was man ebenfalls schön im Studium beobachten kann. Die Aufgaben kann jeder Lehrer nach freiem Belieben erstellen und nach freiem Belieben bewerten. Und ja, ich finde es sehr, sehr seltsam wenn man jahrelang in Englisch eine 5 hat und dann kommt ein neuer Lehrer und man hat eine 3… Der Lehrer ist weg und die 5 ist wieder da. Oder man hatte jahrelang in Deutsch ne 2. Neuer Lehrer, dann hat man plötzlich ne 4. Reine Willkür, mehr nicht.

    Wenn der Unterricht interessant ist, dann hören die Leute schon zu. Nur muss man dafür didaktische Fähigkeiten haben. Die werden im Studium aber nicht gelehrt (zumindest nicht bei den Gymnasiallehrern). Wenn Kinder Probleme haben, dann sollte man mit ihnen darüber reden. Hier wär das Basic-Wissen zu Pädagogik und Psychologie hilfreich. Ist freiwillig, wird also nicht belegt. Das Ganze lässt sich noch weiter ausbauen, aber ich will keinen Roman schreiben.

    So wie die staatliche Schule und die Auswahl der Lehrer läuft, ist es aber nicht der richtige Weg. (Seit dem Besuch der 3. Klasse wieder ein Reizthema… sorry)

  9. juerg October 9th, 2007 19:57

    ich würde meine kinder, wenn ich’s mir denn mal leisten kann, auch lieber auf eine private schule schicken, weil die staatlichen schulen wirklich scheiße sind und ich möchte mal behaupten, dass die schule auf der ich war (sas auch :) ) noch ganz annehmbar war..
    ich kann es auch nicht verstehen, wie sich leute für LAG einschreiben und keinen bock drauf haben. schlimmer noch als amerikanist: ich sitze da in kursen mit 80% LAG und keiner von denen kann gescheites englisch - da läufts mir doch eiskalt den nacken runter. brrr. *geht sich nen warmen tee holen*
    könnt ihr mal sehen….

  10. ML October 14th, 2007 12:51

    Privatschulen? Sorry aber da verstehe ich euch net. Auf Privatschulen gehen genau die Lehrer die zu schlecht für die staatlichen Schulen waren - entsprechend sind Privatschulen auch qualitativ (von Ausnahmen vielleicht abgesehen) durch die Bank schlechter als staatliche Schulen.

    Und was Willkür und Qualität der Lehrer im Allgemeinen angeht. Ich hatte ne miserable Lehrerin in der 1. und 2. Klasse und dazwischen grotesk schlechte Leute im Gymnasium - aber im Schnitt waren die meisten Lehrer keineswegs schlecht. Die meisten Lehrer die ich hatte waren eigentlich ganz gut (besonders die paar strengen Lehrer waren im Rückblick die die mir am meisten gebracht haben).

    Richtig ist, dass viele Lehrer nicht auf Problemfälle vorbereitet werden - Pädagogik und Psychologie kommen ganz sicher zu kurz.

    Dass das was vermittelt wurde nicht im Langzeitgedächtnis bleibt stimmt so auch net - überall dort wo ein Lehrer wirklich Interesse wecken konnte weiß ich auch noch einiges. Außerdem ist es schon ein bisschen kurzsichtig zu meinen niemand bräuchte später binomische Formeln. Ich brauch sie net - du auch net - aber die Leute die heute Mathe und Physik studieren haben so etwas über ein Wissensgebiet erfahren was ihnen soviel Spaß macht dass sie da weitergemacht haben. Bildung ist schon etwas mehr als nur das praktisch anwendbare Wissen das man später mal brauchen kann.
    Wer nie etwas über Wissensgebiete gehört hat die ihn nicht interessieren für den gibt es außerhalb seines Tellerrands nichts was sehen könnte würde er mal darüber hinausblicken.

    Was “Entscheiden” über die Zukunft betrifft - da gibt es das Problem, dass “angepasste” ruhige mittelintelligente Schüler erheblich bessere Noten einfahren als intelligentere “Problemfälle” (was übrigens auch zumindest teilweise erklärt das Mädchen besser abschneiden als Jungs).
    Andererseits willkürlich waren die Noten meistens auch net - wer in Mathe immer gut war blieb es meistens auch und wer in Sprachen gut war auch - Ausnahmen bestätigen die Regel.

  11. Sas October 14th, 2007 18:04

    Wie kommst du darauf, dass es bei Privatschulen schlechtere Lehrer geben sollte? Wenn bezahlt wird, dann wird auf Qualität geachtet. Allein die Ausstattung des Unterrichts ist ein anderer, wie auch die Art und Weise der Vermittlung - weil ganz andere Möglichkeiten da sind.

    Und zu schlecht für eine staatliche Schule kann man nicht sein. Wir hatten eine Englisch Lehrerin, die das Lied “Yesterdi” gesungen hat und sehr sauer wurde, als man ihr sagte, dass es “Yesterday” heißt. Wir hatten einen Lehrer, der ein Problem mit Ossis und Frauen hatte - und das auch jede Stunde deutlich zum Ausdruck gebracht hat. Es gab einen Physiklehrer, der seinen LK hat 2 Stunden Aufgaben rechnen lassen, weil in der Zeit sein Schachclub gelaufen ist. Wir hatten einen Religionslehrer, der gegen meinen Papa kandidiert und verloren hat (was ich davon hatte, kann man sich denken)… Wir hatten einen Sportlehrer, der den Jungen ständig auf den Arsch gehauen hat. Wir hatten einen Deutschlehrer, der zu den Eltern eines Mädchens gesagt hat “Wenn ich ihre Tochter in die Klasse bekomme, dann lasse ich sie sitzen”. Wir hatten einen Mathelehrer (mein ganz persönlicher Freund, dieses verdammte Arschloch) der meinte, dass Frauen auf einem Gymnasium nichts verloren haben (und dank dessen Willkür ich trotz massig Nachhilfe nicht die 4 bekommen habe. Ich hatte ein Wort anders geschrieben als im Heft stand…). Mir wurde gesagt (wie vielen anderen Leuten auch, die dann doch ihr Abi bekommen haben), dass ich zu dumm bin für ein (bayerisches) Gymnasium. Komischerweise bin ich anscheinend nicht zu dumm für eine (bayerische) Universität. Wäre ich in Bayern geblieben, dann hätte ich kein Abi bekommen. Sie haben ihr Bestes getan.

    Ich habe meine Genugtuung bekommen als ich die Abizeitung meines Jahrgangs gelesen habe. Was die Leute geschrieben haben war wahr - und ist einfach nur traurig. Vllt lag es an der Schule, aber letztendlich war es ekelhaft. In Son war es einfach etwas ganz anderes. Und ich war ich und wurde danach beurteilt. Nicht danach was mein Papa macht oder sagt ;) … ein himmelweiter Unterschied.

    Dein letzter Absatz ist aber nicht ganz sinnig. Was ist für dich ein Problemfall? Und du möchtest sagen, dass Mädchen unproblematischer sind?

    Und natürlich sollte man von gewissen Sachen gehört haben. Aber diese Sachen sollten einem nicht das Genick brechen, nur weil man nicht in der Lage ist es zu verstehen. Man kann nicht verlangen, dass alle Menschen in jeder Disziplin ausgezeichnet sind. Entweder brechen einem 2 Sprachen oder 2 Naturwissenschaften das Genick. Für was? Schüler, die gewisse Fächer verabscheuen werden das Wissen niemals aufnehmen können, weil sie blockieren. Aus Angst, aus Frust. Keine gute Grundlage für Bildung. Und ich bin mir sehr sicher, dass Sachen die für eine Schulaufgabe gelernt wurden nicht behalten wurden. Oder kann ich dich fragen, wie der Regenwurm aufgebaut wurde ;)

  12. ML October 15th, 2007 13:44

    also von hinten her aufgerollt:
    ich bin mir ziemlich sicher, dass der Aufbau des Regenwurms nie besprochen wurde - aber ich erinnere mich noch bestens an den Karpfen den unsere Bio-Lehrerin in der 5. Klasse seziert hat oder an das Ordnungssystem nach Linné.

    Wieviel man von den einzelnen Bereichen hören sollte, darüber kann man natürlich streiten - ich hatte auch den starken Eindruck dass vieles von der Mathematik in der Oberstufe zu speziell war und man stattdessen mehr Zeit auf eher simple Sachen wie Prozentrechnen oder auch Stochastik hätte verwenden sollen.
    Grundsätzlich gehört es aber schon zu einem höheren Bildungsniveau dass man nicht NUR Sprachen kann oder nicht NUR Mathe.

    Mädchen sind statistisch gesehen meines Wissens weniger auffällig (neigen weniger zu Raufereien auf dem Schulhof oder offener Rebellion im Klassenzimmer). Das begünstigt auch bessere Noten.

    Dass du so eine erstaunlich große Zahl an Lehrern hattest würde ich mal als Extremfall ansehen.
    Wie gesagt hatte ich auch die ein oder andere Niete dabei - aber die meisten waren schon ganz ok.

    Das Problem mit Lehrern an privaten Schulen ist: Die Bezahlung an Privatschulen (und die Rahmenbedingungen wie Altersvorsorge etc.) sind erheblich schlechter dort. Deshalb gehen die guten Lehramtsabsolventen praktisch IMMER an eine staatliche Schule und die nur die schlechten bleiben für die Privatschulen übrig.
    Übrigens ist das bei den Schülern bisweilen auch so - viele Schüler sind solche die die staatliche Schule nicht geschafft hätten und deswegen gewechselt sind. Ob schlechtere Lehrer und schlechtere Schüler zusammen eine Kombination ergeben bei der besserer Unterricht möglich ist wage ich dann doch zu bezweifeln…
    Die finanzielle Ausstattung ist je nach Privatschule auch stark unterschiedlich - weiß nicht ob die im Durchschnitt soviel besser ausgestattet sind…

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