Musik

Jukebox III - Through the Winter Night

25.01.09 | 3 Comments

In der Kälte nachts durch die Straßen mit Musik im Ohr. Und zwar bevorzugt:

  • Cold War Kids - Something is not right with me
  • Beck - Gamma Ray
  • Kate Nash - Foundations
  • Rufus Wainwright - Cigarettes & Chocolate Milk
  • Keane - Somewhere only we know
  • Raphael Saadiq - Staying in Love
  • Psapp - Hi

Und bei euch so?

Arbeit, Unileben

These Days

23.01.09 | 4 Comments

Die Tage sind ereignisreich und sehr anstrengend. Die mündlichen Prüfungen haben begonnen, am Mittwoch war die letzte in Soziologie. Zwei liegen noch vor mir und in zwölf Tagen wird ein M.A. meinen Namen zieren. Prinzipiell stehe ich mündlichen Prüfungen recht entspannt gegenüber, aber Mittwoch war ich aufgeregt, wie lange nicht mehr. Die Nerven sind nach den letzten Wochen ohnehin im Arsch. Das Lernen, die Prüfungen, neuerdings - da schau’ her! - Vorstellungsgespräche und das Vorbereiten darauf. Aber dann geht es irgendwie doch schnell, die ersten Glückwünsche zu den ersten bestandenen Prüfungen, zu einer nächsten Runde im Vorstellungsgespräch und, ich realisiere das glaub’ ich erst, wenn ich meine Unterschrift auf den Vertrag gesetzt habe, die Glückwünsche zu meiner ersten Stelle, die ich am 1. März am antreten werde (wahrscheinlich bin ich auch erst beruhigt, wenn der Vertrag unter Dach und Fach ist). Letztendlich bestätigt sich mal wieder der Satz, dass es erstens immer anders kommt und zweitens als man denkt. Also nix Lehrstuhl, (erstmal) nix Promotion, nix Forschung, nix Migration, aber dafür trotzdem an der Uni, mein zweites Interessengebiet Medienpädagogik und Didaktik, viel am Computer, eine vernünftige Bezahlung und ein Vollzeitjob, bei dem ich mindestens die nächsten zwei Jahre safe bin. Ich bin sehr zufrieden. Und erleichtert. Insofern möchte ich einfach nur noch die zwölf Tage hinter mich bringen und dann erstmal ein halbes Jahr kein Fachbuch in die Hand nehmen und mir lieber schon mal überlegen, was ich mir Schönes von meinem ersten Gehalt gönne ;)

Reflexion, unzuordenbar

Winterabend

10.01.09 | 3 Comments

Ich bin ein neugieriger Mensch. Vielleicht liebe ich es deshalb so sehr, abends auf dem Weg nach Hause in die Wohnzimmer und Küchen fremder Leute zu spitzen. Ich laufe durch die Straßen und schaue nach oben, zu schönen Stuckdecken oder Holzverkleidungen. Zu den Kinderzimmerlampen und den Regalen mit Spielen oder Hochbetten, dem Schatten eines Fernsehbildes. Ich stelle mir dann oft vor, was das für Menschen sind, in diesen unterschiedlichen Wohnungen leben. Ich finde, dass man am Einrichtungsstil ganz gut den Charakter eines Menschen beschreiben kann. Welche Bilder hängen an der Wand? Sind da Fotos oder bemalte Teller? Sammelt jemand vielleicht Bierkrüge oder sind Poster aus der Bravo zu sehen? Oft erahne ich schon an der Einrichtung, ob ich in die Wohnung eines alten oder jungen Menschen sehe. Ob sie konservativ sind oder modern. Ob sie viel lesen, Pfanzen oder, wenn eine Katze am Fenster sitzt, Tiere mögen. Ich frage mich manchmal, ob sie glücklich sind. Was sie tun, worüber sie sich sorgen, was sie beschäftigt oder gerade interessiert. Manchmal sehe ich Leute am Hauseingang, mit einer Flasche Wein oder einem Korb. Haben sie ein Date? Besucht er Freunde oder ist es Pflichtbesuch bei der Schwiegermutter? Herausfinden kann man das alles natürlich nicht, aber manchmal wüschte ich alle Fassaden wären für einen kurzen Moment aus Glas.

Retrospektive

… nicht noch ein Jahresrückblick!

31.12.08 | 5 Comments

Oder doch? Na gut, machen wir’s kurz, die Highlights halten sich eh in Grenzen.

2008 war wie die Ruhe vor dem Sturm. Richtig los geht’s erst 2009, das für mich jetzt schon ein Jahr der Entscheindungen ist.

Ein Highlight war sicher die Fertigstellung meiner Magisterarbeit.

Persönlich gab es strenggenommen keine wirklichen Höhepunkte, dafür aber das Wissen und das unersetzbar gute Gefühl, dass da draußen eine kleine erlesene Handvoll Personen ist, die da sind. All diesen möchte ich an dieser Stelle Danken, wobei neben meinen Eltern und meiner Schwester ganz vorne J., S. und A. genannt werden sollen.

Beruflich” (sofern man das so bei mir nennen kann) habe ich mich sehr gefreut, dass ich nach 11 Semestern doch noch mein olles Tutorium bekommen habe. Ansonsten bin ich weise wie eh und je und habe mir trotz Prüfungen meine drei Jobs beibehalten.

Das beste musikalische Comeback dieses Jahr war in meinen Augen Oasis. Wahrscheinlich weil sie sich immer noch so anhören wie 1995. Und das ist wunderbar, you know what I mean?

Auch wenn ich eigentlich kein großer Cineast bin, soll der Vollständigkeit halber der meiner Meinung nach beste Film genannt werden, den ich dieses Jahr gesehen habe, nämlich Gomorrha, dem wunderbar unglamourösen Film über die italienische Mafia. Auch schön, aber einen Tick zu lang: So ist Paris.

Als besten Blog möchte ich an dieser Stelle die Mädchenmannschaft nennen. Weil ich gerade seit diesem Jahr vieles in Puncto Gleichbereichtigung - vor allem bzgl. Geschlecht oder Ethnie - dazugelernt und reflektiert habe.

Die beste Zeitung ist uns bleibt die ZEIT. Wer sie nicht liest, sollte anfangen dies zu tun. Scheißt auf Spiegel Online, echt jetzt, oder, um es mit Tomte zu sagen: “Willst du die Welt verändern / lies ein ganzes Jahr die ZEIT.”

Das Unwort des Jahres 2008 ist (jetzt schon) Weltwirtschaftskrise. Ich kann es nicht mehr hören!

Was ich mir wünsche für das kommende Jahr? Viele schöne Stunden für mich und (mit) meine(n) Lieben, eine mich erfüllende Arbeit und dass mein Optimismus nicht schwindet, egal was dann letztendlich doch kommt. Ich weiß schon jetzt, dass es kein leichtes Jahr werden wird. Aber irgendwie ging es immer weiter und wenn ich ehrlich bin haben sich viele meiner Probleme, bis jetzt zumindest, meist schneller in Luft aufgelöst als sie kamen.

Euch allen da draußen, ob bekannt oder unbekannt, wünsche ich einen guten Start in das letzte der “Nuller-Jahre”. Macht’s gut, ihr habt’s in der Hand.

Alltagskram

Weihnachtsgedöns & Co.

28.12.08 | 5 Comments

Weihnachten kam und ging ähnlich schnell wie die vergangenen Jahre. Schwupps, Heilig Abend, dann die Feiertage über schön von einem großen Fressen zum nächsten und gestern dann noch Abitreffen in der denkbar ungünstigsten Location überhaupt. Mal davon abgesehen, dass ich mal wieder gemerkt habe, warum ich der Schulzeit kein bisschen hinterhertrauere war es irgendwie auch supoptimal sich bei gefühlten 180 Dezibel und in den Ruin treibenden Cocktailpreisen über, naja, eigentlich reichlich Unspannendes zu unterhalten (”Und, was machst du jetzt so…?!”). Die meisten sind eh noch am Studieren und haben sich eigentlich auch kaum verändert. Die Streber haben nach wie vor eine furchtbar arrogante Art und Weise einem ihren ach-so-grandiosen Lebenslauf reinzudrücken, die Prolls kommen sich ultrageil vor und die, die eigentlich immer ganz nett waren sind es Gott sei Dank geblieben. Drei, vier sind mittlerweile unter der Haube, zwei sind schon Mama bzw. Papa geworden, ansonsten halten sich die Neuigkeiten ziemlich in Grenzen. Und gut, mit den drei Leuten, an denen mir wirklich was lag (und liegt) hab ich ohnehin eh noch Kontakt.
Naja, ich könnte jetzt natürlich auch wieder mit der alten Lernleier anfangen, aber die erspar ich euch und mir heute und teile euch dafür die frohe Kunde von zwei weiteren abgeschickten Bewerbungen mit, von denen die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch - zumindest aus meiner Sicht - ganz gut stehen. Vamos a ver, schau’mer mal.
Außerdem sind Vorschläge für Silversteraktivitäten herzlich willkommen. Mein derzeitiges Programm, auf der Couch mit einer Flasche Tequila, ist irgendwie noch ausbaufähig.

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